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Martin Krett Tipps vom Finanzierungsexperten

Martin Krett Tipps vom Finanzierungsexperten

Für Millionen Deutsche bedeutet ihr Eigenheim ein komfortableres und stressfreieres Wohnen – und vor allem eine gute Planungsbasis für die Zukunft. Denn ein eigenes Haus, eine Wohnung oder auch ein Grundstück kann eine hervorragende Geldanlage sein. Damit aus diesem Traum aber kein finanzieller Albtraum wird, sollte die Immobilie solide finanziert sein. Im Interview mit Finanzierungsmakler Martin Krett von Heun Finanz aus Lindenholzhauses klären wir, was Sie beim Thema Immobilienfinanzierung beachten sollten. 

„Wir setzen aufklassischeAnnuitätendarlehen“

HERR KRETT,

was genau sind Ihre Aufgaben als Finanzierungsmakler?

Ich suche aus über 300 Banken das Institut mit den günstigsten Konditionen und dem besten Service aus. Ich bin also die Schnittstelle zwischen Kunden und Banken: Ich besorge die für die Bank erforderlichen Unterlagen und bleibe für meine Kunden Ansprechpartner für die gesamte Darlehenslaufzeit. Dabei berate ich fair und objektiv. 

Wieviel kostet Ihre Dienstleistung für Ihre Kunden? 

Wir bereiten die Akten für die Bank soweit vor, dass sie nur noch geprüft und genehmigt werden müssen. Dadurch sparen sich die Geldinstitute einen Teil der Filial- und Personalkosten und zahlen uns im Ausgleich eine Provision. Weitere Honorare erheben wir nicht. 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders? 

Die Kunden, die zu uns kommen, befinden sich häufig in der schönsten Phase ihres Lebens. Sie bekommen von uns Lösungen aufgezeigt und nur das angeboten, was sie wirklich wollen und brauchen. Ich bin also ständig von fröhlichen Menschen umgeben, die sich ein neues Zuhause kaufen oder bauen. 

Sie auf diesem Weg zu begleiten, führt schon seit meiner Selbständigkeit dazu, dass ich mit Überzeugung sagen kann: „Ich fahre jeden Tag gerne ins Büro“. 

Wie ist Ihre persönliche Kooperation mit Immobilien Hahnefeld entstanden? 

Nach über zehn Jahren bei einer hiesigen Sparkasse habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Gleich zu Beginn habe ich angefangen, Kontakte zu Maklern und Hausherstellern aufzubauen. Ich erinnere mich wie heute, wie ich mit Herrn Hahnefeld über die Vorteile einer Zusammenarbeit mit uns diskutiert habe. 

Wir als Immobilienmakler empfehlen unseren Kunden meist, eine Immobilie zu kaufen, statt zu mieten. Wie ist Ihre Einstellung dazu? 

Das sehe ich ähnlich. Denn Wohnen kostet sowieso, entweder Kreditrate oder Miete. Man muss sich nur fragen: Zahle ich lieber mein eigenes Haus ab, oder das meines Vermieters? Einmal abbezahlt, spart das Eigenheim für den Rest des Lebens die monatliche Miete. Das ist oft viel Geld und deshalb gerade im Alter toll. Deshalb halte ich ein Eigenheim für eine hervorragende Altersvorsorge. 

Was sollten die ersten Schritte sein, wenn man sich ein Haus, Grundstück oder eine Wohnung kaufen will und über die Finanzierung nachdenkt? 

Am wichtigsten ist es, sich eine Rate zu überlegen, mit der man die nächsten Jahre gut umgehen kann. So, dass auch der Urlaub oder die eine oder andere Sonderausgabe drin ist. Dabei macht es auch Sinn, an die weitere Lebensplanung zu denken. Eine Heirat, Kinder oder Veränderungen beim Einkommen können die finanziellen Umstände eben völlig verändern. Und dann sollte man die Konditionen vergleichen, möglichst in Echtzeit, und dabei eine einfache und verständliche Finanzierungsstruktur wählen, nichts Kompliziertes. 

Wie sorgt man denn da am einfachsten für Durchblick, gibt es sinnvolle Vergleichsportale? 

Plattformen im Internet gibt es einige, da ist aber Vorsicht geboten. Sie dienen oft dazu, Adressen und weitere Daten zu sammeln und diese an interessierte Vermittler zu verkaufen. Zwar bekommt man dadurch auch ein oder mehrere Angebote, aber an wen die Daten gegangen sind, ist häufig auf den ersten Blick nicht erkennbar. Außerdem ködern solche Plattform mit Zinssätzen, die nicht individuell ermittelt werden. Gerade bei Baufinanzierungen halte ich ein ausführliches Beratungsgespräch für unabdingbar. Eine Plattform kann das nicht leisten. 

Wie sieht es denn mit der Tilgung aus, sind in der Niedrigzinsphase niedrige oder hohe Tilgungsraten sinnvoll? 

Die Frage muss ganz individuell beantwortet werden. Wenn es finanziell geht, macht eine möglichst hohe Tilgung Sinn. Denn je mehr während der Zinsbindung schon abbezahlt wurde, desto geringer ist das Risiko danach, falls die Zinsen höher liegen. Trotzdem ist es wichtig, sich nicht zu übernehmen. Die Rate sollte nicht die Luft zum Atmen wegnehmen, sonst macht das Haus keinen Spaß. Also lieber ein Zwischending, ergänzt um regelmäßige Sondertilgungen, wenn es gerade geht. 

Gibt es noch andere Möglichkeiten, außer einer höheren Tilgung, das Risiko steigender Zinsen zu minimieren? 

Wir bieten Zinsfestschreibungen von bis zu 30 Jahren an. In diesem Zeitraum können die Kunden mit einer sicheren monatlichen Rate rechnen und bleiben von Zinsschwankungen unberührt. 

Ist denn eine lange Bindung an die Bank sinnvoll? 

Bei längerer Zinsbindung können Kunden laut §489 BGB nach 10 Jahren ohne weitere Kosten aus dem Vertrag aussteigen. Ist das Zinsniveau zB nach 13 Jahren immer noch (oder wieder) günstig, oder hat man einen Geldsegen erfahren, kann man sich die guten Konditionen einfach von neuem sichern. Die Bindung ist dabei einseitig: während die Kunden flexibel bleiben, muss die Bank den Zinssatz für die festgelegte Dauer garantieren. 

Worauf sollte man bei den Finanzierungsangeboten noch achten, was muss auf jeden Fall im Paket enthalten sein? 

Sondertilgungen sollten unbedingt möglich sein. Auch ist es wichtig, dass der Tilgungssatz später angepasst werden kann, einfach aus Flexibilitätsgründen. Denn niemand weiß, wie die eigene Einkommenssituation in zehn Jahren aussieht. Wichtig ist außerdem, dass die Kosten in Verbindung mit dem Erwerb oder Bau richtig kalkuliert sind – also beispielsweise der Notar, Renovierungen oder Baunebenkosten.

Sie haben schon angesprochen, dass sich das Einkommen mit den Jahren verändern kann. Was ist denn, wenn das Einkommen sinkt, oder man arbeitslos wird und die Raten nicht mehr zahlen kann? Ist es möglich, sich dagegen abzusichern? 

Ja, das ist möglich, aber sehr teuer und nicht wirklich empfehlenswert, auch weil der Schutz nur begrenzt greift. Da hilft eher eine Ratenaussetzung, bis z.B. die Arbeit wieder aufgenommen werden kann. Sinnvoller ist es, immer eine Rücklage zu haben, auch für den Fall, dass zum Beispiel das Auto kaputt geht. 

Wieviel Prozent des Endpreises für ein Haus oder eine Wohnung sollte ich selbst stemmen können? 

Gibt es Faustregeln für mein Einkommen, wie viel ich mir leisten kann? 

Man sollte monatlich nicht mehr als 50% des Einkommens für die Rate vorsehen. Oder: Monatsnetto x 100 ist ungefähr die maximale Darlehenshöhe, die man aufnehmen kann. 

Empfehlenswert ist außerdem, mindestens die Erwerbsnebenkosten (Steuern, Notar, Gericht..) aus Eigenkapital zu zahlen. 

Grundsätzlich gilt: Je höher der Eigenkapitaleinsatz, umso geringer das Risiko für die Bank, und folglich umso niedriger der Darlehenszinssatz. 

Und was kann man tun, wenn die Finanzierung trotz dieser Faustregeln von der Bank verweigert wird? 

Auch das kann passieren, wobei wir mit der riesigen Bankenauswahl meist schon eine Lösung finden können. Und wenn nicht, ist es natürlich schade. Doch häufig kann ich den Kunden wenigstens Tipps geben, was zu tun ist, um es zu einem anderen Zeitpunkt zu versuchen. 

Einfaches Beispiel: Die Kaufinteressenten verfügen über zu geringes Eigenkapital und haben nebenher noch Ratenkredite. Dann ist Sparen und Entschulden angesagt. Manche folgen diesem Rat und kommen nach zwei oder drei Jahren wieder. 

Eine letzte Frage noch: 

Welche Ziele haben Sie? Gibt es etwas, was Sie in der nächsten Zeit erreichen möchten? 

Wenn alles so bleibt wie es ist, bin ich super zufrieden. Ich finde, man muss nicht immer höher, schneller, weiter wollen. Wir erfreuen uns einer steigenden Nachfrage, sowohl von Kunden als auch von neuen Kooperationspartnern wie Maklern und Hausherstellern. 

Ich hoffe, dass wir weiterhin so erfolgreich sind und freue mich riesig über jede Weiterempfehlung. Das ist pure Anerkennung und Motivation für jeden neuen Kunden. 

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Lucas Hahnefeld

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